Gewürze - mehr als Genuss

Gewürze - eine Geschichte von Ursprung und Handel

Kräuter und Gewürze verwendete die Menschheit bereits in der Jungsteinzeit. Sie gelten auch heute noch als ein wichtiger Bestandteil der Küche. Während manche Gewürze zwischenzeitlich sogar Kriege auslösten, finden Sie sie heute zum Glück friedlich im Gewürzhandel.

Bisher gilt die Jungsteinzeit in Europa als die Zeit, in der Kräuter und Gewürze erstmals Einsatz fanden. Damals wurden sie für das Würzen von Speisen verwendet, wie Funde in neolithischen Höhlen zeigten. Selbst der Handel begann nicht erst im frühen Mittelalter, sondern bereits vor mehreren Tausend Jahren.

Stilleben mit verschiedenen Gewürzen
Gewürze und Kräuter

Einmal entdeckt, ließen sie die Menschen nicht mehr los. Um 1750 vor Christus wurden Kümmel, Knoblauch und Koriander bereits zum Kochen verwendet. Im alten Ägypten hingegen stellten sie die Basis für Parfums sowie Grabbeigaben für die Pharaonen dar.

Mit den Kreuzzügen nahm der bis dahin meist friedliche Handel ein jähes Ende. Während dieser Zeit wurden sie zu einem Statussymbol für die Oberschicht und damit nicht länger zugänglich für das Volk. Diese Auseinandersetzungen hielten bis ins 18. Jahrhundert an und lösten mitunter Kriege aus.

Im 19. Jahrhundert erlebten die Gewürze und Kräuter einen Aufschwung. Der Grund dafür war, dass die Preise stark fielen. Damit konnten sich viele Menschen in Europa die neuen und ungewohnten Gewürze leisten. Seither sind sie ein Gut für alle Menschen, die Ihre Speisen oder Getränke verfeinern möchten. Als Gewürzmischung oder als pures Gewürz stehen sie Ihnen beim Kochen zur Seite.

Aus welchen Ländern stammen Gewürze?

Gewürze stammen aus jedem erdenklichen Land der Erde. Einige finden Sie in Europa, andere vor allem in den Tropen oder am Mittelmeer. Auch Südostasien und der orientalische Raum sind für ihre vielfältigen Gewürze bekannt.

Für folgende Gewürze sind diese Herkunftsregionen nachweisbar:

  • Südostasien: Pfeffer, Zimt, Ingwer, Muskat, Kurkuma, Sternanis, Nelken, Knoblauch
  • Indien: Kardamom, Kurkuma, Ingwer, Anis, Basilikum, Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander
  • China: Zimt, Kreuzkümmel, Koriander, Knoblauch, Sternanis
  • Nordamerika: Senf und Knoblauch
  • Mittel- und Südamerika: Zimt, Kardamom, Cayenne-Pfeffer, Vanille, Paprika

Wie kamen welche Gewürze nach Europa?

Die ersten Gewürze kamen bereits im 11. bis 13. Jahrhundert nach Europa. Dabei handelte es sich vor allem um Muskat, Nelken, Pfeffer und Kardamom, die als Statussymbol während der Kreuzzüge galten. Diese Gewürze begeisterten die Menschen so sehr, dass ihr Wert unermesslich war.

Im Mittelalter stieg die Nachfrage deutlich an, was dazu führte, dass immer mehr Gewürze in Europa Einzug hielten. Inspiriert von Marco Polo und seinem "Buch der Wunder" brachten Kolonisten wie Christoph Kolumbus neue Gewürze aus fernen Ländern. Er brachte beispielsweise die Vanille und den Chili aus Amerika mit.

Indien - das Paradies der Gewürze

Indische Gewürze sind in aller Welt bekannt. Aber: Woran denken Sie, wenn die Sprache auf die indische Küche kommt? Fast immer ist es das Curry, das wir als Nationalgericht nennen. Dabei sind indische Gewürze vielfältig. Zu ihnen gehören beispielsweise auch Ingwer, Kreuzkümmel und Kardamom.

Dass Indien ein Paradies für Gewürzliebhaber ist, ist nicht verwunderlich. Das riesige Land präsentiert in jeder Region seine eigene Vielfalt. Diese Unterschiede zeigen sich nicht nur an der regionalen Sprache oder den Speisen. Sie wirken sich auch auf die Gewürze aus. Das macht es nicht einfach, die klassische indische Küche zu beschreiben. Wie auch die Landschaft von weißen Sandstränden bis hin zum Himalaja reicht, so unterschiedlich präsentieren sich die Gewürze.

Indische Gewürze wurden beispielsweise von Elementen der orientalischen sowie der westlichen Küche beeinflusst. Denn die ehemaligen Kolonialmächte haben ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem zeichnet sich die indische Küche durch bestimmt Charakteristiken aus.

Die folgenden Gewürze finden sich in ganz Indien:

  • Bockshornklee: Die kleinen, länglichen und hellbraunen Samen sind in der indischen Küche sehr wichtig. Sie werden getrocknet und gemahlen in zahlreichen Gewürzmischungen eingesetzt.
  • Chili-Pulver: Chili stammt eigentlich aus Südamerika. Allerdings brachten die Kolonialmächte es nach Indien, wo es die Menschen begeisterte. Seither ist es ein fester Bestandteil der indischen Gewürzvielfalt.
  • Curry-Blätter: Curryblätter haben erst einmal nichts mit dem üblichen Currypulver zu tun. Sie stammen vom Currybaum und verströmen einen würzigen Geruch. Wie Lorbeerblätter lassen sie sich einfach mitkochen.
  • Fenchel: Als Gewürz wurde Fenchel zuerst im Mittelmeerraum kultiviert. Heute findet er sich als Gewürz in zahlreichen Mischungen.
  • Kardamom: Gemahlener und ganzer Kardamom enthalten ätherische Öle, die Speisen und Gewürze besonders aromatisch erscheinen lassen.
  • Koriander: Als Gewürze sind Korianderblätter erdig und pfeffrig. Er lässt sich nicht nur in warmen Speisen und Salaten verwenden. Im Süden von Indien finden sich viele Stände, die Buttermilch mit Koriander und Gewürzen anbieten.

Das sind die gesündesten Gewürze aus der Gewürzfibel:

Heutzutage verwenden die meisten Menschen Kräuter und Gewürze wegen ihrem besonderen Geschmack. Sie verleihen den verschiedensten Speisen Charakter und dürfen deshalb in keiner Küche fehlen. Das war allerdings nicht immer so: Früher waren gesunde Gewürze ein wichtiger Bestandteil der Volksmedizin und dienten in erster Linie dazu, die Gesundheit wiederherzustellen.

Obwohl Ihre genaue Heilkraft wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, gelten sie dennoch als überaus gesund. Die folgenden fünf Gewürze und Kräuter wirken sich besonders vorteilhaft auf das Wohlbefinden aus:

1. Kurkuma

In der indischen Heilkunde spielt Kurkuma seit Jahrtausenden eine zentrale Rolle. Bekannt ist er vor allem für seine intensive gelbe Farbe, die dem Curry sein Aussehen verleiht. Das Knollengewächs gilt als heilend und reinigend. Die darin enthaltenen ätherischen Öle können sich positiv auf Magen- und Verdauungsprobleme auswirken und Alzheimer vorbeugen. Das Besondere daran: Er sieht nicht nur schön aus, sondern zeigt sich ausgesprochen vielseitig in der Küche.

2. Bockshornklee

Weniger bekannt ist der Bockshornklee. Seine Samen verstecken sich in beinahe jeder indischen und chinesischen Gewürzmischung, die Sie im Gewürzhandel kaufen. Er war nicht nur bei den alten Ägyptern geschätzt: Auch heute noch gilt er als ein wichtiger Bestandteil der indischen Ayurveda-Heilkunde. Er kann dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken und wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

3. Pfefferminze

Die Pfefferminze wächst vielleicht bei Ihnen im heimischen Garten! Es sind ihre ätherischen Öle, die dem Magen und Darm zuträglich sind. Außerdem enthält sie Bitter- und Gerbstoffe, die nachweislich beruhigend, krampflösend und schmerzlindernd wirken. Sie leiden unter Muskel- oder Nervenschmerzen? Auch dann sollte Pfefferminze das Mittel Ihrer Wahl sein. Ihre Blätter gelten als gesundes Gewürz, das Sie nicht nur in Ihren Mahlzeiten genießen können.

4. Zimt

Zimt erinnert hierzulande vor allem an die Weihnachtszeit. Dabei können Sie ihn das ganze Jahr über genießen. Er enthält wichtige Antioxidantien und kann dabei helfen, Ihren Cholesterinspiegel zu senken. Besonders positiv wirkt sich der Zimt auf Ihren Blutzuckerspiegel und den Zuckerstoffwechsel aus. Der Grund dafür: Er verlangsamt die Spaltung von Kohlenhydraten und verbessert Ihre Insulinempfindlichkeit.

5. Rosmarin

In der Volksmedizin gilt Rosmarin als ein gutes Mittel gegen Rheuma, Migräne und Verstauchungen. Gleichzeitig regen seine ätherischen Öle Ihre Durchblutung an und wirken krampflösend und verdauungsfördernd. Seine antiallergische Wirkung haben japanische Forscher bereits bestätigt.

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