Estragon

EstragonEstragon wird im lateinischen Artemisia dracunculus), auch Dragen-, Schlangen-, Eier- sowie Trabenkraut genannt.

Es wird bis zu 1,50 m hoch, ist eine mehrjährige Pflanze mit hell- bis dunkelgrünen, lanzettähnlichen Blättern und gehört zur Familie der Korbblütler, vermutlich stammt Estragon aus China. Die Araber würzten ihre Speisen auch damit. Von dort kam das wohlriechende Kraut wohl nach Europa — vermutlich durch die Mauren, Kreuzritter und/oder Gewürzhändlern. Heutzutage kommt Estragon überwiegend aus Frankreich und wird seither in den Feinschmeckerküchen Europas sehr häufig verwendet.


Aroma & Geschmack von Estragon

Estragon schmeckt feinwürzig und leicht bittersüß. Es duftet ähnlich wie eine Mischung aus Waldmeister und Anis. Je nach Jahreszeit ist das Aroma in seiner Stärke recht unterschiedlich, im Sommer ist es wesentlich intensiver als im Frühjahr.


Verwendung

Estragon wird frisch und getrocknet, gerebelt sowie gemahlen angeboten, meist wird die gerebelte Variante verwendet. Recht bekannt wurde es durch seine Verwendung in der klassischen Sauce Bearnaise, einer französischen Spezialität. Es passt aber auch wunderbar zu Butter- und Sahnesaucen sowie hellem Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier. Estragon würzt auch Salate und Gemüse, z.B. Tomaten, Zucchini und auch Steinpilze, Kräuterbutter, Kräuterquark, Senf und Essig und Obstsalaten.


Lagerung

Estragon sollte luftdicht, dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Es ist nicht sonderlich lichtempfindlich, aber die ätherischen Öle entweichen gerne bei nicht luftdichter Lagerung, Wärme verstärkt diesen Prozess.


Küchentipp

Bei Estragon wird zwischen zwei Sorten unterschieden: Einmal den Deutschen und Französischen und zweitens dem Russischen und Sibirischen Estragon. Der deutsche und französische schmeckt wunderbar würzig und leicht nach Anis, der russische hingegen doch etwas bitter und leicht beißend, ähnelt schon leicht dem Kerbel. Bei würzigen Gerichten wie z.B. Fleischbrühen oder Fischgerichte kann man ganze ganze Estragonstengel mitkochen. Die Blätter des Estragon am besten feinhacken und leicht erwärmen, dann entfalten sie am besten ihr Aroma.