Mohn / Blaumohn

Blaumohn wird im lateinischen Papaver somniferum genannt und ist auch unter den Namen Mohnsaat, Mohnsamen, Schlaf-, Blau- oder Gartenmohn zu finden. In unseren Gefilden ist hauptsächlich der Klatschmohn zu finden.

Er trägt recht kleine Samen, welche ursprünglich von dem im Mittleren Osten und Asien beheimateten Schlafmohn stammen. Die Pflanze des Blaumohn wird maximal 1,3 m hoch und trägt große, längliche Blätter. Die Blüte gibt es in vielen Farben welche von der Sorte abhängen. Mal weiß, mal purpurviolett oder auch dunkelrot bis rosa. Sollte die Blüte befruchtet worden sein, entwickeln sich daraus die kleinen aromatischen Samen in einer grossen Samenkapsel, die bekannten Mohnkörner. Heutzutage wird Mohn meist in der Türkei, Nord- und Vorderindien, Griechenland, aber auch in den kälteren Regionen wie Holland, Ostfriesland, Württemberg und Baden angebaut. Die aromatischste Sorte kommt aber aus Australien. Mohn wwurde schon im alten Ägypten sehr häufig als ein recht beliebtes Gewürzmittel verwendet. Aus dem Saft der in Blüte stehenden Pflanze wurde und wird noch heute das bekannte Rauschmittel Opium gewonnen, welches nicht nur in der Medizin Verwendung findet. Im Lebensmittelhandel wird der Mohn aber regelmässig auf den Opiatgehalt untersucht und selbst bei kleinsten Spuren (die Grenzwerte sind sehr eng bemessen) wird die Charge vernichtet, so dass man sich keinerlei Sorgen machen muss, vermutlich wird kein Gewürz strengeren Kontrollen unterzogen als dieser bekannten Backzutat. Das antike Griechenland und Rom benutzten es als Heilmittel. In der Antike wurde unter Athleten wurden Kuchen aus Mohn und Honig als Kraftnahrung verwendet.


Aroma & Geschmack von Blaumohn

Die Samen eines qualitativ hochwertigen Mohns geben einen feinen Geruch ab, wie man ihn vom Gebäck schon kennt, der Geschmack ist leicht nussigartig. Das Aroma entwickelt sich aber erst richtig nach der Verarbeitung.


Verwendung

Mohnsamen werden gelegentlich gemahlen, meist aber als ganze Samen angeboten. Meist ist nur die günstige holländische Variante erhältlich, der recht aromatische australische Vertreter bekommt man nicht überall. Wir hatten schon beide im Programm, der Unterschied ist recht deutlich und wird von Kennern geschätzt. Mohnkörner werden in zwei Farbkategorien unterschieden: den blauschwarzen und den weißen Mohn. Der zweite davon wird besonders gerne in der indischen Küche für zum Beispiel Saucen und Currys verwendet, ist aber nur sehr schwer erhältlich. Die ganzen Mohnsamen würzen allerlei Gebäck wie Brote, Brötchen, Kekse, Brezeln, süße Aufläufe sowie in Strudel, Stollen und Torten, in warmen Gerichten wie Braten, Nudel- und Kohlgerichte, Kartoffelpüree sowie und Wurzelgemüse findet er auch Verwendung.


Lagerung

Wie meist dunkel, kühl und trocken lagern, er ist nicht sonderlich lichtempfindlich und in der Lagerung recht unproblematisch, mit der Zeit verliert er aber sein Aroma, daher möglichst luftdicht aufbewahren.


Küchentipp

Die Samen sind recht hart und wenn man sie in gemahlener Form geniessen möchte, empfiehlt sich eine kleine Mühle, aber auch im Mörser kann man sie gut zerstossen. In der indischen Küche werden sie auch gerne geröstet, welches wie schon öfter bei anderen Gewürzen erwähnt, das Aroma verstärkt und die Verarbeitung im Mörser zusätzlich vereinfacht.