Kümmel

KümmelKümmel lautet im lateinischen Carum carvi, er ist auch als Feld- oder Wiesenkümmel, Kümmich oder Karbei bekannt.

Die länglichen kleinen, mesit dunkelbraunen, getrockneten Samen der zweijährrigen Pflanze gehören mit Sicherheit zu den ältesten Gewürzen Europas. Die zu den Doldenblütlern gehörende Pflanze wird ca. 60-100cm hoch und wächst wild überall in Europa, Vorderasien und Nordafrika. Kümmel wird heute aber überwiegend in Finnland, Frankreich, Holland und Polen angebaut.
Die zartweißen Blütendolden des Kümmel besitzen gleichmäßig gefiederte Blütenblätter. Aus ihnen entstehen die bekannten Doppelspaltfrüchte. Kümmel wird im 2. Jahr geschnitten, gedroschen und dann getrocknet. Man kennt ihn schon seit mehreren tausend Jahren, selbst in jungsteinzeitlichen Bauten fand man schon Überreste von Kümmel.


Aroma & Geschmack von Kümmel

Kümmel duftet recht aromatisch und schmeckt leicht scharf und besitzt eine süßliche Note.


Verwendung

Kümmel wird gals ganze Samen und auch gemahlen angeboten. Er wird oft für Sauerkraut und vielen Kohlgerichten, wie z.B. Wirsing und Weißkohl, zu verschiedenen Schweine-, Lamm- und Gänsebraten, kräftigen Schmorgerichten und zu herzhaften Kartoffelgerichten, wie unter anderem Bratkartoffeln verwendet. Auch in Suppen und Saucen, Quark und Käse sowie Salaten findet er oft Verwendung. Weiterhin ist er auch sehr wichtig im Kochsud von Langusten, Hummern und Krebsen. Die ganzen Samen streut man gerne über Brot, Brötchen und viele Gebäckarten.
Sogar die jungen, frischen Blätter besitzen ein feines Aroma und werden als Zutat für Suppen und Salate genutzt.


Lagerung

Wie üblich dunkel, kühl und trocken lagern, die Lagerung ist recht unproblematisch.


Anwendung in der Heilkunde

Kümmel wirkt krampflösend und ausserdem appetitanregend. Er fördert auch den Stoffwechsel sowie die Verdauung.


Küchentipp

Kümmel wird oftmals alleine verwendet, da sein kräftiges Aroma das der anderen Gewürze überdeckt, aber mit scharfen Gewürzen wie Chili und Pfeffer passt er gut zusammen.