Gewuerzkarawane

Kaffee: Die Ernte

Der Zeitpunkt der Ernte ist unterschiedlich und hängt von der geographischen Lage, dem Klima, der Höhenlage und der Jahreszeit im Anbaugebiet ab. Die Haupterntezeiten sind: In Brasilien zwischen Mai und September; in Zentralamerika zwischen Oktober und März; in Afrika von Oktober bis April und in Asien von November bis April.
Kaffeekirschen
Im Weltdurchschnitt liegt der Ertrag je Hektar bei rund 680kg Kaffee. Die Spannweite reicht von 33kg in Angola, über 169kg in der Elfenbeinküste, 425kg in Mexiko, 820kg in Kolumbien, 1010kg in Brasilien, 1465kg in Vietnam bis hin zu 1600kg in Costa Rica. Im brasilianischen Bundesstaat Bahia sind neue Plantagen angelegt worden, auf denen 4200kg je Hektar geerntet werden können.
Um einen Sack Rohkaffee zu 60 Kilogramm zu füllen, müssen rund 100 gut tragende Arabica-Bäume abgeerntet werden, denn mehr als ein bis zwei Pfund Rohkaffee pro Jahr liefert der einzelne Kaffeebaum nicht.

Jede Produktion von Kaffee ist mit Kosten verbunden. Sie lassen sich in drei Gruppen aufteilen:

Die Anlaufkosten:

Um eine Kaffeepflanzung zu betreiben, sind zahlreiche Anfangsinvestitionen vorzunehmen. Der Boden muss vorbereitet, die Jungpflanzen gekauft, die Anpflanzungen durchgeführt, das Bewässerungssystem eingerichtet werden, usw. Hinzu kommen die Kosten, die mit dem Betrieb bis zur ersten Ernte nach drei oder vier Jahren verbunden sind. Generell geht man davon aus, dass sich diese Anlaufkosten nach 20 Jahren amortisiert haben.

Die variablen Kosten:

Jedes Jahr fallen auf der Farm Arbeiten an, die variable Kosten verursachen, wie z. B. Baumbeschnitt, Düngung, Pflanzenschutzmaβnahmen, Unkraut jäten, Ernte und Verarbeitung.

Die fixen Kosten:

Unabhängig von der jeweiligen Kaffee-Ernte entstehen jährlich feste Kosten. Diese Kosten, auch "Overhead" oder "Gemeinkosten" genannt, beinhalten z. B. die Ausgaben für Land, Gebäude, Lohn, sonstige Abgaben.