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Paprika
(Lat. Capsicum annuum), auch Gewürzpaprika, Spanischer, Indischer, Türkischer, Ungarischer, Roter Pfeffer oder Beißbeere genannt.
Paprikapulver ist die getrocknete und gemahlene Frucht des Gewürzpaprikas, einer einjährigen Pflanze, die zu den Nachtschattengew ächsen gehört. Ihre Heimat ist Südamerika, heute wird sie jedoch vorwiegend in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und .Mittelamerika angebaut. Die bis zu 1 m hohe Pflanze hat lange eiförmige Blätter mit gelblichen oder weißen Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich längliche, konische oder kugelförmige, kräftigrote Beerenfrüchte, die zwischen 6-12 cm lang und bis zu 4 cm breit werden. In den Beerenfrüchten sitzen an den inneren Trennwänden kleine, hellgelbe Samen. Die geernteten Früchte zieht man auf Schnüre und läßt sie 3-4 Wochen in der Sonne trocknen. Danach werden sie fein gemahlen.
Geschmack & Aroma
Je nachdem ob Kerne und Rippen der Gemüsepaprikaschoten mitgemahlen werden, entstehen unterschiedliche Geschmacksstufen. Als Faustregel gilt: je intensiver die Rotfärbung, desto milder ist der Paprika.
Man unterscheidet folgende Sorten:
Delikatess-Paprika: Dieser ist ohne Rippen und Kerne, schmeckt mildaromatisch und ist hellrot.
Edelsüss-Paprika: Dieses Pulver mit wenig Samen und ohne Rippen, schmeckt würzig mit milder Schärfe und ist tiefrot.
Halbsüss-Paprika: Dieses Pulver mit mehr Samen und ohne Rippen schmeckt sehr aromatisch, ist deutlich schärfer als Edelsüß-Paprika und gelblichrot.
Rosen-Paprika: Dieses Pulver mit Kernen und Rippen schmeckt sehr scharf und ist dunkel- oder gelblichrot.
Scharf-Paprika: Diese Sorte mit Rippen und Kernen - bei besseren Qualitäten ohne Rippen - schmeckt fast brennend scharf und ist bräunlichrot.
Schärfefreier Delikatess- oder Mild-Paprika: Es sind schärfefrei gezüchtete Sorten, die sehr mild und bekömmlich sind, aber tiefrot färben.
Verwendung
Paprika ist ein wahrer Tausendsassa in der Küche. Er würzt Suppen und Saucen, Eierspeisen und Käsegerichte sowie Salate. Das Gewürz passt zu Rind-, Schweine- und Kalbfleisch, zu Lamm und Geflügel, aber auch zu Fisch und Gemüse, wie Kohl, Tomaten, Pilzen und Gurken.
Lagerung
In fest schließenden Behältern kühl und dunkel aufbewahren. So behält es etwa 9 Monate sein Aroma. Bei überlagerung wird es braun und schmeckt schal.
Küchentipp
Paprikapulver braucht Fett, um seinen typischen Geschmack und seine Färbung voll entfalten zu können. Deshalb milde Paprikasorten sofort nach dem Anbraten oder Andünsten ins Fett geben und dann bei milder Hitze kurz mitdünsten. Das Fett darf allerdings nicht zu heiß sein, sonst wird das Gewürz bitter. Scharfe Paprikasorten dürfen nicht mitkochen. Mit ihnen wird das Gericht ganz zum Schluss und das am besten auch nur mit einer Messerspitze dosiert abgeschmeckt. Da Paprikapulver nicht nur würzt, sondern auch bindet, darf man mit Delikateß- und Edelsüß-Paprika löffelweise umgehen. Paprika am besten nur in kleinen Mengen kaufen und schnell verbrauchen.
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