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Anis
(Lat. Pimpinella anisum), auch Anais, Brotsamen oder Süsser Kümmel genannt.
Die graugrünen bis bräunlich gefärbeten Samen der bis zu 50 cm hohen Anispflanze waren schon in der Antike, Syrien, Griechenland und Zypern als Gewürz und Heilmittel bekannt.
Anis braucht viel Sonne um seinen typischen Geschmack zu entwickeln. Deshalb wird die Pflanze hauptsächlich im Mitelmeerraum, vor allem in Spanien, Griechenland, Italien und der Türkei sowie in Bulgarien auf Feldern angebaut. Aber auch in Indien und Russland sowie Mittel- und Südamerika ist Anis verbreitet.
Anis gehören zur Familie der Doldenblütler. Die süsslich duftende Pflanze mit petersilienänlichen Blättern bildet Blütenstände mit lockeren Dolden. Darin sitzen kleine weisse Blüten, aus denen sich die winzigen Samen bilden. Zur Reifezeit wird die Pflanze geschnitten und anschliessend gedroschen.
Geschmack & Aroma
Anis riecht und schmeckt würzig herb und süsslich-aromatisch.
Verwendung
Die Samen gibt es ganz und gemahlen. Am intensivsten entwickelt sich das Aroma des gestossenen Anis. Gemahlen oder als ganzer Samen wird Anis insbesondere zum Würzen von Weihnachtsgebäck, Brot und Kuchen verwendet. Er passt zu Süsspeisen wie Obstsalaten, Birnen- und Apfelkompott, Milch- und Griesspeisen sowie Pflaumenmus.
Lagerung
In fest schliessenden Dosen trocken, kühl und dunkel aufbewahren. So hält sich Anis etwa 12 Monate.
Anwendung in der Heilkunde
Anistee lindert Husten und Erkältung, beruhigt und wirkt schlaffördernd. Ausserdem gibt er "reinen Atem", wie schon der Römer Olius zu berichten wusste.
Küchentipp
Ganze Samen, im Mörser zerstossen, entwickeln doppelt so viel Aroma wie schon gemahlener Anis, der seine Würzkraft schnell verliert. Anis ist sehr würzkräftig, deshalb sparsam verwenden, oft genügt schon eine kleine Prise.
Rezeptvorschlag: Anisplätzchen
- 2 Eier
- 250 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillinzucker
- 250 g Mehl
- 1 TL gemahlener Anis
- 1 EL Stärkemehl
- Butter für das Blech
Die Eier mit Zucker, Salz und Vanillinzucker im Wasserbad warm aufschlagen. Danach wieder kaltschlagen. Das Mehl mit dem Anis und dem Stärkemehl vermischen und unter die Ei-Zucker-Masse ziehen. Aus dem Teig mit einem Löffel oder mit Hilfe eines Spritzbeutels mit Lchtülle kleine Häufchen auf ein gefettetes Blech setzen oder spritzen. Die Plätzchen bei Raumtemperatur über Nacht antrocknen lassen, bis sie eine feste Oberfläche erhalten. Dann den Backofen auf 170 Grad C vorheizen und die Anisplätzchen auf mittlerer Schiene etwa 10 Minuten backen, so dass die Oberfläche noch weiss bleibt.
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